Warum Ess- und Bewegungsverhalten so resistent gegen Veränderungen sind

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Ellrott, Institut für Ernährungspsychologie, Universitätsmedizin Göttingen Das menschliche Genom ist optimiert für ein überleben in knappen Zeiten. Permanente Hunger- und Dürreperioden haben während der menschlichen Stammesgeschichte zur Ausbildung vielfältiger Überlebensprogramme zur Vermeidung des Hungertodes geführt. Es hat jedoch zu keiner Zeit längere Perioden des permanenten Überflusses an Nahrungskalorien gegeben. Folgerichtig war…

Sport und Bewegung – ein relevanter Gesundheitsfaktor in unserer inaktiven und übergewichtigen Gesellschaft

Prof. Dr. Aloys Berg, Universitätsklinikum Freiburg, Zentrum für Innere Medizin, Abt. Sportmedizin Universität Freiburg, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Arbeitsbereich Sporternährung Wenn man sein Gewicht nicht nur vorübergehend reduzieren möchte, muss man mehr Energie verbrauchen, als man zuführt. An ausreichend körperlicher Betätigung – und das heißt in aller Regel Sport – führt deshalb kein Weg…

Kein Durchblick im Diätendschungel?

Prof. Dr. Michael Hamm, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 400 und mehr Schlankheitsdiäten soll es schon geben. Die Verwirrung ist perfekt. Was die eine Diät in den Mittelpunkt ihrer Empfehlungen stellt, ist bei der anderen verboten. Fettaugen zählen oder Kohlenhydrate verteufeln – Diäten kommen und gehen. Auch die Herausstellung einzelner vermeintlich besonders schlankmachender Lebensmittel wie…

Antioxidantien gegen Stress

Einer kürzlich veröffentlichten französischen Untersuchung zufolge könnten sich Melonen gut für eine Anti-Stress-Diät eignen. Ein Wissenschaftlerteam um Marie-Anne Milesi verabreichte dazu 35 Testpersonen über mehrere Wochen Kapseln mit antioxidativen Superoxid- Dismutase-Enzymen, die auch in Melonen enthalten sind. Die Forscher gingen von der Annahme aus, dass es eine Beziehung zwischen psychologischem Stress und innerzellulärem oxidativem Stress…

Ungesättigte Fettsäuren und Polyphenole schützen Nerven und Gehirn

Eine Studie der Universität Barcelona hat gezeigt, dass eine an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Polyphenolen reiche Kost die Produktion von Stammzellen im Gehirn anregt und die Ausbildung von Nervenzellen unterstützt. Die Forschergruppe fütterte Mäuse vierzig Tage lang – das entspricht etwa fünf Jahren beim Menschen – mit einer entsprechenden Diät und eine Kontrollgruppe mit einer…

Schwangere und Stillende brauchen die Omega-3-Fettsäure DHA!

Fragen von Kirsten Rademacher an Prof. Dr. med. Berthold Koletzko von der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München Welche Bedeutung hat DHA für die frühkindliche Entwicklung? Die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist ein lebensnotwendiger Baustein aller Zellmembranen und fettreicher Gewebe. Schon im Mutterleib beeinflusst DHA die Entwicklung des Nervensystems. Dies setzt sich während der Stillzeit…

Fehlbildungen, wenn es an Folsäure/Folat fehlt

Je schlechter die Versorgung mit Folsäure/Folat zu Beginn der Schwangerschaft ist, desto häufiger können Neuralrohrdefekte auftreten. Aus dem Neuralrohr entwickeln sich zum Ende des ersten Schwangerschaftsmonats Gehirn und Rückenmark. Wenn dieser Prozess gestört ist, kann beispielsweise eine Spina bifida (ein sog. offener Rücken) entstehen. Hierbei sind oft einige Wirbel nicht geschlossen, und das Rückenmark ist…

Mutterschaftsvorsorge aktiv gestalten!

Fragen von Kirsten Rademacher (freie TV-Moderatorin) an Prof. Dr. med. Ludwig Quaas, Gynäkologe am Evangelischen Diakoniekrankenhaus in Freiburg und Prof. Dr. med. vet. Klaus Pietrzik, Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Rademacher: Im Hinblick auf Vorsorge in der Schwangerschaft wird immer zuallererst Folsäure genannt. Warum ist dieses Vitamin so wichtig?…