Fragen und Antworten

1. Was sind eigentlich Vitalstoffe?

Mit dem Begriff Vitalstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe gemeint. Da der Organismus nur sehr kleine Mengen dieser Substanzen benötigt, werden sie auch als Mikronährstoffe bezeichnet. Vitalstoffe sind lebenswichtig für den Körper und Bestandteil verschiedener natürlicher Nahrungsmittel. Sie werden auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

  • Vitamine sind organische Verbindungen, die an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Der Körper kann sie aber nicht oder nur in geringen Mengen selbst herstellen. Deshalb ist er auf eine regelmäßige Zufuhr von außen angewiesen. Insgesamt gibt es 13 verschiedene Vitamine, die sich sowohl chemisch als auch in ihrer Aufgabe voneinander unterscheiden.
  • Mineralstoffe werden nach ihrem Gehalt im Körper in zwei Gruppen eingeteilt: in Mengenelemente und Spurenelemente. Beide Stoffgruppen sind an wichtigen Funktionen beteiligt. Zu den bekanntesten Mengenelementen zählen Calcium und Magnesium. Ihr Anteil beträgt ca. 5 Prozent des Körpergewichts. Stoffe, die weniger als 0,1 Prozent ausmachen, nennt man Spurenelemente
  • Spurenelemente:
  • Hierzu zählen zum Beispiel Eisen, Zink oder Selen.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe sind Substanzen, die ausschließlich von Pflanzen gebildet werden und dort wichtige Funktionen übernehmen. Darüber hinaus dienen sie jedoch auch dem Menschen, der sie mit der Nahrung aufnimmt – unter anderem zur Stärkung des Immunsystems, zum Schutz vor freien Radikalen und vor Krankheitserregern.

2. Wer benötigt Vitalstoffe?

Jeder Mensch ist auf eine regelmäßige Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen angewiesen, denn sie erfüllen wichtige Funktionen im Körper. Einige Beispiele verdeutlichen die hohe Bedeutung von Vitalstoffen:

  • Vitamin A fördert das Wachstum sowie die Sehkraft und ist wichtig für Haut, Schleimhäute, Zähne, Zahnfleisch und Haare.
  • Beta-Carotin trägt zur Erhaltung der Zellen bei und wird bei Bedarf vom Körper in Vitamin A umgewandelt.
  • Vitamin C stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. Es ist besonders für Knochen, Knorpel, Bindegewebe und Zähne wichtig. Als wasserlösliches Antioxidans kann es in wässrigen Bereichen der Zelle mit aggressiven Substanzen reagieren und so zur Funktionsfähigkeit der Zellen beitragen.
  • Vitamin E wirkt antioxidativ und ist fettlöslich. So schützt es die Zellmembranen und kann Entzündungsprozesse im Körper eindämmen.
  • Vitamin B12 unterstützt das Zellwachstum und ist wichtig für die Blutbildung sowie für die Nerven und die geistige Leistungsfähigkeit.
  • Vitamin D unterstützt die Bildung von Knochen und Zähnen und reguliert den Calcium- und Phosphathaushalt.
  • Folsäure spielt eine entscheidende Rolle beim Zellaufbau.
  • Calcium ist für den Aufbau und die Erhaltung von Knochen und Zähnen von Bedeutung.
  • Magnesium ist an über 300 verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt, wirkt zentral im Energiehaushalt und ist entscheidend bei der Regulation von Muskelaktivitäten.
  • Jod unterstützt die Funktion der Schilddrüse. Es wird in die Schilddrüsenhormone eingebaut, die an der Regulation des Stoffwechsels und der Körpertemperatur beteiligt sind.
  • Zink ist Bestandteil von vielen Enzymen und auch oft deren Aktivator; es ist in zahlreiche Prozesse des Immunsystems eingebunden und unentbehrlich für das Wachstum.

3. Welche Ernährung wird zur ausreichenden Versorgung mit Vitalstoffen empfohlen?

Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, mindestens einmal wöchentlich Seefisch, Vollkornprodukte, täglich Milch und Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt, weniger Fleisch und Wurstwaren sowie „ausreichend“ Flüssigkeit erforderlich. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild, denn häufig lässt der moderne Alltag kaum eine rundum gesunde Ernährung zu. Statt zu den empfohlenen Lebensmitteln wird dann vielfach zu vitalstoffarmen, aber kalorienreichen Fertiggerichten gegriffen. Kein Wunder, dass die „Nationale Verzehrstudie“ vom Januar 2007 feststellen musste: 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig.

4. Welche Risikogruppen in der Bevölkerung gibt es?

Grundsätzlich gilt: Schwangere und stillende Frauen, Menschen mit chronischen Erkrankungen und häufiger Medikamenteneinahme oder Menschen, die sich einseitig ernähren (etwa weil sie eine Diät einhalten), können einen Mehrbedarf an Vitalstoffen haben. Zu den Risikogruppen zählen außerdem Menschen, die aufgrund eines stressigen Alltags kaum dazu kommen, sich bewusst und gesund zu ernähren, zum Beispiel berufstätige Mütter oder Geschäftsleute, die ständig unterwegs sind. Aber auch Senioren: Frisches Gemüse einkaufen, dazu für sich alleine kochen, das ist für ältere Menschen oftmals sehr belastend. Auf den Tisch kommen dann großenteils Fertiggerichte oder Konserven, die nur wenige Vitamine und andere Vitalstoffe enthalten.

5. Was leisten Nahrungsergänzungsmittel?

Sinnvoll zusammengesetzte und dosierte Vitalstoffpräparate sichern die Aufnahme von Mikronährstoffen. Sie sind zwar kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, können aber einen Nährstoffmangel oder erhöhten Bedarf ausgleichen und sind damit für viele Menschen unverzichtbar. Qualitätsprodukte von seriösen Anbietern in Deutschland unterliegen strengsten Kontrollen und sind gemäß den Angaben der Packungsbeilage einzunehmen.